Baby Erstausstattung – was brauche ich unbedingt?

Wer ein Baby bekommt möchte sich so gut wie möglich vorbereiten. Das wollten ich und mein Mann auch unbedingt. Es ist auch gut sich seine Gedanken zu machen um dem neuen Erdenbewohner ein behütetes Zuhause zu schaffen. Dennoch muss man aufpassen, dass man nicht über das Ziel hinausschießt. Manches ist unbedingt notwendig, manches hängt sehr stark von der individuellen Disposition des Babys ab und einige Dinge sind schlichtweg unnötig.

Damit du nicht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, möchte ich dir einen Überblick über die Dinge geben, die meiner Meinung nach sinnvoll und notwendig sind um sozusagen „Babyfit“ zu sein.



Wickeln

Hier musst du zuerst eine Grundsatzentscheidung treffen, nämlich die, welche Windeln du verwenden willst. Bei allen Systemen gibt es eine Neugeborenen-Variante die am Anfang naturgemäß am sinnvollsten ist. Wenn du unschlüssig bist und dich zuerst umfassend informieren und orientieren willst, dann lege ich dir meinen Windel-Guide ans Herz. Dort werden (fast) alle Fragen rund um Windeln beantwortet.

Was man noch braucht ist eine Möglichkeit den Intimbereich seines Babys zu reinigen. Das kann man entweder mit herkömmlichen Feuchttüchern (bitte möglichst chemiefrei) oder mit Wasser und Watte / einem Waschlappen bewerkstelligen. Ich tendiere dazu, die Watte zu empfehlen. Warmes Wasser ist einfach das schonendste für die Babyhaut und Watte ist günstig und unkompliziert. Für unterwegs rate ich dennoch zu den unkomplizierteren Feuchttüchern.

Bei der Frage nach dem richtigen Wickelort scheiden sich ein wenig die Geister. Wir hatten eine Wickelkommode weil sie uns eingeredet wurde und wir es nicht besser wussten. Das heißt nicht, dass ich pauschal gegen Wickelkommoden bin. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass sie mehr Nach- als Vorteile haben.

  • Wickelkommoden sind kostspielig.
  • Du musst höllisch aufpassen, dass du dein Kind nie aus den Augen lässt und am besten immer eine Hand bei ihm hast.
  • Je nachdem wie schnell dein Baby wächst werden viele Wickelkommoden recht schnell zu klein.

Entscheiden musst du selbst aber ich tendiere dazu sich besser das Geld zu sparen und am Boden oder im Bett zu wickeln.

Auch wo man sein Kind zum Windel wechseln drauflegen möchte muss man sich überlegen. Es gibt in der Drogerie Wickelunterlagen zu kaufen die grundsätzlich bequem und angenehm sind. Sollten sie schmutzig werden kann man sie einfach im Hausmüll entsorgen und die nächste nehmen. Ich möchte allerding schon darauf hinweisen, dass sie relativ teuer sind. Ein Handtuch beispielsweise erfüllt den Zweck ebenso und kann einfach gewaschen werden. Ähnlich wie bei den Feuchttüchern ist meine Empfehlung: Handtücher für zu Hause und Wickelunterlagen für unterwegs.

Ein Windeleimer ist kein muss aber definitiv eine feine Sache. Sieh dir meine Windeleimer Testsieger an wenn du eine Entscheidungshilfe benötigst.

 

Kleidung

  • 6-8 Bodys
    Größe 56 oder 62. Entweder versuchen, dass aufgrund der Größenschätzungen der Frauenärztin einzuschätzen oder kurzfristig kaufen. Unbedingt beachten, dass viele Kleidungsstücke in der Waschmaschine stark eingehen können.
  • 4-5 Strampler
    Größe wie bei den Bodys.
  • 2 Paar Socken
    Hängst stark von der Jahreszeit ab. Im Sommer dünne Söckchen im Winter wärmere. Bedenkt allerdings, dass Strampler für Neugeborene Socken quasi integriert haben, das heißt eine warme Schicht ist bereits auf den Babyfüßen.
  • Lammfell Schühchen
    Nur im Winter für Ausflüge notwendig. Superwarm!
  • Schlafsack
    Deutlich praktischer als eine Decke. Unser Sohn ist lange Zeit Deckenverweigerer gewesen und so konnten wir sicher sein, dass er die Decke nicht wegstrampelt und dann auskühlt.
  • Häubchen
    Eine dünne Mütze für Neugeborene. Die Baby Köpfchen sind sehr empfindlich auf Luftzug. Selbst im Sommer zu Beginn ein Muss.
  • Winterbekleidung
    Natürlich nur in der kalten Jahreszeit und nur für unterwegs. Eine warme Haube, ein Fleeceoverall, die bereits angesprochenen Lammfellschuhe, einen Schal und Handschuhe. Liegt dein Kind gerne im Kinderwagen würde ich zu einem Fellsack raten. Die sind ausgesprochen warm und den Kindern ist es in der Regel lieber weniger direkt am Körper anzuhaben.

Was ich unnötig finde sind Schuhe und Kleidung die wie die der Erwachsenen aussieht (z.B. Jeans). Babys sollten es gemütlich haben. Aber das ist nur meine Meinung und ich verurteile definitiv niemanden der sein Kind ab und an für ein Foto schick macht. Im Alltag sollte jedoch alles weich und bequem sein. Und wer nicht geht braucht auch keine Schuhe, ich denke das ist soweit einleuchtend. Die Füße entwickeln sich schlicht am besten ohne Schuhe.

 

Schlafen

Hier ist wieder eine Entscheidung zu treffen. Ich weiß sehr viele Entscheidungen aber durch die Erstausstattungs-Überlegungen lernt man bereits viel über sich selbst was das Elternsein anbelangt.

Soll das Kind in einem eigenen Bett oder im Elternbett schlafen? Falls du die Variante mit dem eigenen Bett bevorzugst, wo soll das Bett stehen? In einem Kinderzimmer oder im Schlafzimmer der Eltern?

Je nachdem benötigt ihr einen Stubenwagen / Babybett inkl. Bettwäsche oder nahezu nichts für das Familienbett. Ein Bettgitter als Rausfallschutz für das Elternbett kann allerdings je nach Bett und Bettposition im Raum eine sinnvolle Überlegung sein.

 

Körperpflege

  • Fieberthermometer
  • Baby Haarbürste (am besten sehr sanft aus Ziegenhaar)
  • Baby Nagelschere
  • Eventuell eine Baby Badewanne
    Hast du eine Badewanne daheim rate ich davon ab. Das Baby wird sich viel wohler und sicherer fühlen wenn es an dich gekuschelt baden kann.
  • 2 Kapuzenhandtücher sind nett, normale Handtücher trocknen aber auch.
  • Wundsalbe (bei uns hat die Inotyol Creme sehr gut funktioniert)
    Zu Beginn würde ich sagen, bei allem was wund sein überschreitet, ab zum Kinderarzt.
  • Schleimhaut Desinfektionsmitteln und Wattestäbchen zur Nabelpflege (wird gerne vergessen)

Was du nicht brauchst sind Pflegeprodukte (z.B. Shampoo, Duschgel, etc.). Babys Haut kommt am besten mit Wasser klar und wird definitiv ausreichend sauber dadurch. Alles darüber hinaus (auch zu häufiges Baden) trocknet aus und schwächt das natürliche Hautgefüge.




Einrichtung

Hier muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich keine Dringlichkeit sehe ein fix fertiges Kinderzimmer vor der Geburt einzurichten. Das Baby wird lange Zeit nicht besonders weit sehen und in erster Linie auf Mama, Papa, der Krabbeldecke und im Kinderwagen vorzufinden sein. Ein Kinderzimmer bekommt erst später eine wirkliche Bedeutung.

Praktisch sind:

  • Genügend Stauraum für die neuen Dinge
  • Angenehme Wandfarben
  • Ein nettes Mobile

 

Verpflegung

Stillen oder Fläschchen das ist hier die Frage.

Wer stillt hat es relativ einfach. Es gilt in erster Linie die Stillpositionen zu lernen, die Brustwarzen zu hegen und pflegen und auf jeden Fall genug zu essen und zu trinken.

Wenn das Fläschchen der Weg für dich ist, dann gilt es zuerst, die richtige Anfangsnahrung zu kaufen. Deine Hebamme bzw. das Personal im Krankenhaus können dich kompetent beraten.

Was Equipment anbelangt sollte folgende Grundausstattung ihren Zweck erfüllen:

  • 6 Milchfläschchen inkl. Saugern
  • 1 Flaschen- und Saugerbürste
  • 1 Thermobox für das Fläschchen unterwegs

Angenehm zu haben wären noch folgende Dinge:

  • Babykostwärmer & Sterilisator
    Beides ist nicht zwingend notwendig. Ein Wasserbad erwärmt die Nahrung und kochendes Wasser in einem Topf macht die Fläschchen wunderbar keimfrei. Es ist einfach eine Komfort- und Budgetfrage

 

Ein Stillkissen ist bei beiden Möglichkeiten eine sehr angenehme und komfortable Sache.

 

Unterwegs

Die Frage ist hier: Kinderwagen oder Tragehilfe bzw. Tragetuch?

Wir haben uns voller Euphorie einen sauteuren Kinderwagen gekauft den unser Sohn verweigert hat. Er hätte sich wohl daran gewöhnt aber wir wollten ihn nicht dazu nötigen. Wir haben dann mit einer Tragehilfe getragen und haben das sehr genossen.

Was ich aufgrund dieser Erfahrung empfehle ist, weder das eine noch das andere vor der Geburt zu kaufen. Ihr könnte euch Gedanken machen welcher Kinderwagen oder welche Tragehilfe es wäre, aber wartet ab bis ihr die Präferenzen eures Kindes kennengelernt habt. Borgt euch eine Tragehilfe aus (z.B. bei einer Trageberaterin) UND borgt euch einen Kinderwagen aus und testet das einfach.

Das sind teure Produkte für die man einfach viel weniger bekommt wenn man sie gebraucht verkauft als man neu dafür bezahlt hat. Deshalb ausprobieren was passt und dann erst beschaffen.

Was man noch für unterwegs haben sollte ist eine Babydecke und natürlich eine passende Babyschale fürs Auto um mobil zu sein. Informiert euch hier beim Touring Club eures Vertrauens. Hier findet ihr zum Beispiel den vom ÖAMTC durchgeführten Test von 2017.

Sonnenblenden für die Fenster der hinteren Türen sind auch empfehlenswert.

 

 

Das ist jetzt natürlich eine sehr ausführliche Liste an Dingen die etwas erschlagend wirkt. Wenn du dir aber die Zeit nimmst dich gut vorzubereiten wirst du dich sicher und gut gerüstet fühlen und ganz nebenbei schon einiges über dich selbst herausfinden.

 

Was muss in die Kliniktasche?

Eine Geburt ist unglaublich aufregend. Man weiß nicht wie es laufen wird, was einen genau erwartet und wie schnell oder langsam der ganze Prozess sein wird. Egal wie gut man sich vorbereitet mit Geburtsvorbereitungskursen, Büchern oder Erfahrungsaustausch, man ist dennoch voller Ängste und Sorgen.

Eines der wenigen Dinge die man aber sehr wohl beeinflussen kann, ist die entsprechende Vorbereitung auf den Krankenhaus-Aufenthalt. Da man nicht einschätzen kann wie lange man bleiben wird ist man definitiv entspannter, wenn man einen fix fertig gepackte Kliniktasche hat von der man weiß, dass alles drinnen ist was man brauchen könnte.

Deshalb findest du im Folgenden meine Empfehlungen was du mitnehmen solltest. Ich persönlich war eher mittelmäßig vorbereitet und musste leider volle fünf Tage bleiben. Das kann durchaus passieren und man braucht entsprechend mehr Dinge mit.

Damit euch das nicht passiert und ihr super gewappnet seid jetzt die Liste:



Kleidung

Klar irgendetwas muss man ja anziehen. Nimm dir in erster Linie gemütliche Dinge mit und achte darauf, dass die Hosen weich sind. Nichts ist unangenehmer als eine einschneidende Hose nach einer Geburt oder schlimmstenfalls einem Kaiserschnitt.

Auch ein paar warme Dinge sollten nicht fehlen, der Kreislauf und die Erschöpfung lassen einen leicht frieren und Spitäler können manchmal ein wenig „unterheizt“ sein. Willst du Stillen, dann kannst du dir bereits Still-BHs und Still Leibchen mitnehmen. Da ist alles schnell aus- und wieder eingepackt.

Als groben Richtwert für die Kleidergröße nach der Geburt kann man sagen, dass man, was die Körperfülle anbelangt, ca. auf den Stand den man im siebten Monat der Schwangerschaft hatte zurückfällt.

Für dein Baby wird in der Regel alles bereitgestellt. Bodys, Strampler, Windeln etc. sind auf den Geburtenstationen vorhanden. Auch Flaschennahrung, falls Stillen nicht geht oder du nicht möchtest, ist vorhanden.

Möchtest du allerdings relativ bald nach der Geburt ein kleines Fotoshooting machen (sehr empfehlenswert), dann empfehle ich dir vorher schon ein paar süße Kleidungsstücke zu besorgen und mitzunehmen. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest nimm ein Outfit in Größe 50 und 52 mit, eines wird deinem Schatz dann bestimmt passen.

 

 

Körperpflege

Die üblichen Basis-Dinge, die man auch in den Urlaub mitnehmen würde reichen eigentlich aus.

Das Thema Wochenfluss möchte ich auch ansprechen. Es variiert von Frau zu Frau stark wie intensiv er ausgeprägt ist und ist. Die ersten paar Tage nach der Geburt sind am stärksten. Das Krankenhaus stellt sehr dicke und saugstarke Binden zur Verfügung, diese sind aber eher unangenehm zu tragen und erinnern ein wenig an das Mittelalter.

Folgende Alternativen gibt es, jeder muss selbst entscheiden was für ihn persönlich und aufgrund seines individuellen Wochenflusses die beste Variante ist.

Sehr dicke und saugstarke Binden sind deutlich bequemer und eine super Alternative wenn der Wochenfluss nicht zu heftig ist.

Wenn er stärker ausgeprägt ist kann man statt der Spitalsbinden entweder Inkontinenzeinlagen verwenden oder sich sogar überlegen Windeln für Erwachsene zu nehmen. Natürlich irritiert einen die Vorstellung aber gebt der Überlegung eine Chance.

Der große Vorteil, neben dem Tragekomfort, ist nämlich, dass ihr so ganz entspannt schlafen könnt. Und zwar ohne Angst haben zu müssen, dass ihr es nicht bemerkt und das Bett und ihr selbst seid voll.

Jeder muss natürlich selbst entscheiden aber das wäre mein Gedankenanstoß zu dem Thema.

 

Beschäftigung

Neugeborene schlafen viel und Spitäler trumpfen oft mit langen Wartezeiten auf. Das heißt nehmt euch ein Buch, Musik oder ähnliches mit um euch sinnvoll die Zeit vertreiben zu können.




Für die Geburt selbst

Bei der Geburt bekommt man die klassischen Krankenhaus-Kittel die unten und hinten offen sind. Die sind auch optimal für die Situation. Bei einer Wassergeburt braucht man natürlich keine Kleidung.

Sicherheitshalber warme Socken mitzuhaben ist kein Fehler, doch ich denke die körperliche Belastung wird dich einigermaßen warm halten.

 

Lebensmittel & Getränke

Ganz wichtig ist es etwas für den Energiehaushalt mitzuhaben. Zum Thema essen und trinken während der Geburt könnte man eigentlich einen eigenen Text verfassen.

Der Grund warum Ärzte eher dazu raten nichts oder nur extrem leicht verdauliche Dinge zu sich zu nehmen ist, dass, falls tatsächlich komplikationsbedingt eine kurzfristige Vollnarkose notwendig ist, die Gefahr besteht, dass Nahrung in die Atemwege gelangen kann. Die Entscheidung ob du während der Geburt essen und trinken willst bleibt aber dir überlassen.

Kaiserschnitte werden heutzutage allerdings in der Regel nicht mehr mit einer Vollnarkose durchgeführt sondern mit einem Kreuzstich. Dadurch wird alles unterhalb des Einstichs im Rückenmark betäubt. Das ist deutlich schonender für die Mutter und birgt viel weniger Risiken für das Kind, da es nicht „mitbetäubt“ wird. Da das Kind über die Nabelschnur noch mit der Mutter verbunden ist würde es im Falle einer herkömmlichen Vollnarkose nämlich schon etwas davon abbekommen. So viel im Groben dazu.

Das heißt entscheiden musst du selbst.

Fakt ist aber auch, dass eine Geburt wahnsinnig anstrengend sein und viele Stunden andauern kann. Meine eigene Geburt war lange und anstrengend. Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe nur (gefühlte 1.000) Traubenzucker gelutscht. Das hat gereicht um mich halbwegs stabil zu halten.

Generell kann man grundsätzlich alles essen was besonders leicht und schnell verdaulich ist. Möglich sind beispielsweise Weißbrot, Bananen, Traubenzucker, alle Arten von Obst- und Gemüsesäften, Suppen, Kekse und Süßes. Die Säfte habe ich hier bewusst „falsch“ bei den Lebensmitteln angeführt weil sie sehr viel Energie, Vitamine und Mineralstoffe liefern können ohne wirklich viel Verdauungsarbeit zu verursachen. Sie sollten nur nicht zu intensiv sein. Besser stark verdünnt um den Verdauungstrakt nicht mit zu viel Säure auf einmal zu belasten.

Man könnte auch grob zusammenfassen, dass eine konstante Zucker- bzw. Kohlehydratezufur ein guter Weg ist um sich bei Kräften zu halten.

 

Wohlfühlen

Hier kann ich keine exakten Empfehlungen abgeben. Jeder muss für sich herausfinden was er braucht um sich bei der Geburt wohl zu fühlen, besser erden und entspannen zu können.

Viele mögen gerne ätherische Öle um sich mit vertrauten und angenehmen Gerüchen zu umgeben. Wer anderer möchte vielleicht die passende Entspannungsmusik hören. Wieder andere Frauen genießen es möglicherweise von ihrem Partner in den Wehenpausen mit speziellen Ölen massiert zu werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig – suche dir im Vorfeld etwas aus das dir hilft dich zu entspannen und den Kreissaal zu einem etwas persönlicheren „Wohlfühlort“ zu machen.

 

Rechtliches

Alle notwendigen Dokumente solltest du mit haben. Dazu zählen:

  • Mutter-Kind-Pass
  • Ausweis
  • Versicherungskarte
  • Heirats- oder Geburtsurkunde für die Anmeldung deines Babys

Natürlich gibt es dann viele bürokratische Schritte die möglichst zügig nach der Geburt erledigt werden sollten. Hier möchte ich aber nicht näher ins Detail gehen, es gibt großartige Checklisten und Beiträge zu diesem Thema im Internet und das würde hier den Rahmen sprengen.

 

Für die Heimreise

Eine Babyschale und ein zwei Outfits sowie eine Decke sollten eigentlich ausreichen für die Heimfahrt. Über diese kleine Reiseausstattung hinaus ist es natürlich wichtig, die Grundausstattung zu Hause schon parat zu haben. Was man da meiner Meinung nach genau braucht möchte ich dir im zweiten Teil dieser Gastartikelserie gerne erzählen.

 

 

Begleitung?

Mein Mann war während der Geburt dabei und wir hatten das Riesenglück, dass in dem Spital wo wir entbunden haben ein Familienzimmer frei war. Das heißt wir hatten einen eigenen kleinen Raum für uns und er konnte die vollen fünf Tage bei uns verbringen.

Wenn das für dich eine Option ist, dann muss natürlich auch für den Begleiter eine gute Grundausstattung vorhanden sein. Allerdings ist das weniger dramatisch, weil sich der Mann ja doch freier bewegen kann als die frischgebackene Mutter.

 

 

Ich hoffe du bist jetzt besser gerüstet und hast einen guten Überblick bekommen. Mach dir aber dennoch keinen zu großen Stress, es ist nicht so schlimm wenn du etwas vergisst. Meistens gibt es genug Besucher die dir das ein oder andere nachbringen können und wenn alles glatt läuft wirst du nicht sehr lange im Krankenhaus sein müssen.

Die Naegele-Regel einfach erklärt

Mit der Naegele-Regel stellte der Gynäkologe Franz Naegele eine einfache und verlässliche Formel zur Berechnung des Geburtstermins auf und das bereits vor 200 Jahren. Zwar ist nicht sicher, ob der Heidelberger Arzt wirklich der Erfinder der Regel war oder er sie vielmehr übernahm und schlicht schriftlich erwähnte. Die Formel selbst wird jedoch nach wie vor angewendet. Mittlerweile stehen dafür moderne Rechner wie der Rechner auf der Startseite (jetzt den Geburtstermin berechnen) parat – dank der einfachen Regel geht es jedoch auch ohne diese.

Den Geburtstermin mit der Naegele-Regel berechnen

Die Naegele-Regel wirkt auf den ersten Blick recht kompliziert. Zumindest in dieser Form:

Erster Tag der letzten Regelblutung + eine Woche – drei Monate + ein Jahr = Errechneter Geburtstermin

Dabei werden zum Datum des letzten Menstruationsbeginns lediglich sieben Tage hinzugerechnet und drei Monate abgezogen. Das errechnete Datum im folgenden Jahr ist dann der voraussichtliche Geburtstermin. Noch verständlicher wird es mit folgendem Beispiel:

Der erste Tag der letzten Regelblutung war der 08.08.2015. Durch die Addition von sieben Tagen wird daraus der 15.08.2015. Nun werden drei Monate subtrahiert, wodurch das Ergebnis 15.05.2015 lautet. Fehlt noch das Hinzurechnen des Jahres und schon steht mit dem 15.05.2016 das wahrscheinliche Geburtsdatum des neuen Erdenbürgers fest. Hierbei wird allerdings von einer Standard-Zyklusdauer ausgegangen, die 28 Tage beträgt. Die Naegle-Regel kann aber auch dann zur Berechnung des Geburtstermins verwendet werden, wenn die Zyklusdauer vom Standard abweicht. Dann kommt allerdings die erweiterte Form zum Einsatz.

Die erweiterte Naegele-Regel

Die Grundform der Naegele-Regel bleibt auch bei der Erweiterung bestehen. Hier wird lediglich die Abweichung von der Standardzykluslänge in Tagen berücksichtigt. Beträgt die durchschnittliche Zykluslänge 25 Tage, ist also drei Tage kürzer als der Standard, wird das errechnete Datum um ebenfalls drei Tage vorverlegt. Im Falle des obigen Beispiels also auf den 12.05.2016.
Bei einer durchschnittlichen Länge von 31 Tagen kommt es hingegen zur Addition. Anstatt am 15. Mai wäre nun also der 18.05.2016 das wahrscheinliche Geburtsdatum.

Die Regel ist keine Garantie

Ob der genaue Tag der Zeugung bekannt ist oder die Naegele-Regel zur Berechnung herangezogen wird, beides ist keine Garantie für die Niederkunft zum Wunschtermin. Auch wenn die Geburt 21 Tage vor oder 14 Tage nach dem errechneten Geburtsdatum einsetzt, handelt es sich hierbei um eine sogenannte Termingeburt.

Geburtstermin berechnen – Genauigkeit

Bitte beachten Sie, dass sich bei weitem nicht alle Babys an einen berechneten Zeitplan halten: Daher kann das Ergebnis unseres Rechners natürlich mit dem tatsächlichen Geburtstag Ihres Babys abweichen.

Unser Rechner basiert auf einem Algorithmus, welchen auch Frauenärzte (Gynäkologen) und Hebammen verwenden.

Wie bei so vielen Dingen im Leben hat das letzte Wort immer noch Mutter Natur 😉

Trotzdem sind wir glücklich Ihnen kostenlos die Möglichkeit anzubieten den Geburtstermin berechnen zu können. Wer weiß, vielleicht wird die Berechnung bei Ihnen ja genau zutreffen?